Praktikum
Bei der heilpädagogischen Arbeit mit dem Pferd biete ich Studenten und Schülern aus pädagogischen Fachrichtungen die Möglichkeit, ein Praktikum in diesem Bereich zu absolvieren.
Die Stundenzahl und Dauer des Einsatzes richten sich nach den Anforderungen der Ausbildungseinrichtung, ebenso wie die Anfertigung von Berichten von den Vorgaben der jeweiligen Ausbildungs- oder Studienordnung abhängt. Der Verlauf des Praktikums wird vor Beginn, den speziellen Bedürfnissen entsprechend, mit mir abgesprochen.
Um Wohnmöglichkeiten müssen sich die Praktikanten selbst bemühen. Diese können wir auf dem Hof nicht zur Verfügung stellen. Ebenso ist es auf Grund der Herdenhaltung im Offenstall nicht möglich, eigene Pferde mitzubringen.
Aufgabenbereiche der Praktikanten
Die Inhalte des Praktikums umfassen im Wesentlichen drei Bereiche:1. Pflege und Ausbildung der Pferde
Die Pferde stellen das "Arbeitsmaterial" des Reittherapeuten dar. Die Praktikanten erfahren etwas über die Psychologie der Tiere und erlernen die Prinzipien der artgerechten Pferdehaltung und des pferdegerechten Umgangs. Sie werden außerdem in grundlegende Techniken des Führens und Reitens eingewiesen und mit unfallverhütenden Maßnahmen bekannt gemacht. Gemäß ihres eigenen pferdefachlichen Grundwissens, beteiligen sich die Praktikanten an der Pflege und Ausbildung der Pferde.
2. Begleitung der Therapiestunden
Die Arbeit umfasst Einzel- und Gruppenstunden mit Klienten von vier Jahren aufwärts. Die Behinderungen und Störungen bestehen aus körperlichen, geistigen und psychischen Problemen. Die Praktikanten lernen den Umgang mit den beeinträchtigten Menschen und ihren Angehörigen, bzw. ihren professionellen Begleitern kennen. Sie nehmen an Erstkontakten und fortlaufenden Einheiten teil und können den Verlauf der Maßnahme beobachten.
Während der Einheiten gehört es zu den Aufgaben der Praktikanten, die Klienten nach Anweisung im Umgang mit dem Pferd zu begleiten und zu sichern. Weiterhin erhalten sie Beobachtungsaufgaben mit bestimmten Zielsetzungen und stehen, je nach Stand ihrer pädagogischen Ausbildung, auch als zusätzliche Beziehungspartner für die Klienten zur Verfügung.
3. Planung, Dokumentation und Verwaltung
Jede Einheit wird im Vorfeld geplant und anschließend dokumentiert, von Zeit zu Zeit werden Therapieberichte verfasst. Am Monatsende erhalten die Klienten ihre Abrechnung.
Die Praktikanten bekommen einen Einblick in diese Arbeit und bringen im Lauf des Praktikums eigene Einschätzungen und Ideen in die Planung und Auswertung mit ein. Die Reflexion der Arbeit und die kritische Beurteilung des eigenen Handelns werden zu diesen Gelegenheiten geübt. Hierbei sind die Praktikanten auch das Korrektiv der Reittherapeutin.
Derzeit werden an fünf Wochentagen sechzig Klienten in Einzel- und Gruppenstunden gefördert. Das Alter rangiert zwischen 4 und 55 Jahren. Im Einzelnen werden Klienten mit sogenannten Verhaltensauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen, Hyperkinetischem Syndrom, Mehrfachbehinderungen, Down-Syndrom, psychischen Erkrankungen und Entwicklungsverzögerungen begleitet.
Das Team besteht aus mir (Diplom-Heilpädagogin mit Zusatzausbildung zur Reittherapeutin), einer Diplom-Sozialpädagogin (Reittherapeutische Assistentin) und mehreren Praktikantinnen der Sozialpädagogik der Uni-Siegen.
Wenn nach dieser Aufstellung noch Fragen offen sind, wenden Sie sich bitte persönlich an mich.